Jeremy Shaw - Quantification Trilogy

26. Mai bis 22. Juli 2018
Jeremy Shaw, Liminals, 2017, Courtesy the artist and KÖNIG GALERIE, BerlinJeremy Shaw, Liminals, 2017, Courtesy the artist and KÖNIG GALERIE, Berlin

Jeremy Shaw (*1977 in Vancouver, lebt und arbeitet in Berlin) arbeitet mit einer Vielzahl von Medien, um veränderte Bewusstseinszustände und die kulturellen und wissenschaftlichen Praktiken zu erforschen, die transzendentale Erfahrung erzeugen wollen. Oft kombiniert und erweitert er Strategien des Cinéma Vérité, der Konzeptkunst, des Musikvideos und der esoterischen und wissenschaftlichen Forschung. Shaws Arbeiten schaffen einen postdokumentarischen Raum, in dem disparate Glaubenssysteme und -geschichten als interpretativer Reigen vermengt werden.

Im Mittelpunkt von Shaws erster großer Einzelausstellung in Deutschland stehen drei parafiktionale Kurzfilme: Quickeners (2014), Liminals (2017) und I Can See Forever (2018), wobei letzterer in Hamburg seine Uraufführung feiern wird. Diese Trilogie von thematisch verschränkten Arbeiten präsentiert marginalisierte Gesellschaften der Zukunft und ihr Engagement in transzendentalen Aktivitäten als potentielle Werkzeuge der Evolution. Religiöse, subkulturelle und wissenschaftliche Glaubenssysteme und ihre begleitenden Ideologien kristallisieren sich um die Fähigkeiten und Grenzen der menschlichen Form, während Shaws verstärkter Gebrauch von akustischen und visuellen Effekten versucht, ähnliche intuitive Reaktionen des Betrachters auszulösen.